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Sehen Sie hier unsere Seite über die Herstellung von Scotch Whisky! Wann wird ein Malzschnapps zum Scotch Whisky? Laut schottischem Whisky-Gesetz darf sich ein Destillat, das aus Malz gewonnen wurde, erst nach drei Jahren Lagerzeit als Scotch oder Scotch Whisky bezeichnen. Was ist ein Single Malt? Eine Single Malt Whisky ist ein Malt Whisky aus einer einzigen Destillerie. Er darf also nicht mit Malts aus anderen Destillerien vermischt werden. Was ist ein Pure/Vatted Malt? Ein Pure Malt besteht zwar wie der Single Malt zu 100 Prozent aus reinem Malz Whisky, er muss aber nicht aus einer einzigen Brennerei stammen. Wenn Malts aus verschiedenen Destillerien verwendet wurden, dann spricht man von einem Vatted Malt. Was ist ein Blended? Von einem Blend oder Blended Whisky spricht man, wenn Malt Whisky mit dem wesentlich billigeren Grain Whisky (Korn) vermischt wurde. Wie wichtig ist die Lagerung? Whisky-Experten gehen davon aus, dass die Lagerung zwischen 60 und 80 Prozent des Geschmacks eines Single Malts ausmachen. Der Geschmack eines Malts wird nach der Herstellung von den Komponenten, wie lange, in welchem Fass (vgl. auch Finishing) und wo er gelagert wurde, entscheidend bestimmt. Wie reift Whisky? Malt Whiskys werden grundsätzlich in Holzfässern gelagert. Meistens werden dafür Eichenfässer verwendet, in denen bereits zuvor Spirituosen, wie Bourbon Whiskey oder Wein lagerte. Die Fässer werden vor der Befüllung mit Whisky ausgebrannt, so dass der zuvor eingelagerte Alkohol karamellisiert. Durch die jahrelange Lagerung lösen sich die Aromen aus dem Holz. Auch die Farbe erhält der Whisky auf diese Art und Weise. Bei manchen Single Malts lässt sich sogar eine gewisse Süße herausschmecken, die vom Ausbrennen kommt. Die einzelnen Fässer werden in langen, aber niedrigen Lagerhäusern meist neben der Brennerei gelagert. Was bedeutet Finishing? Man kann einen ausgereiften Single Malt noch mit anderen Geschmackskomponenten oder Aromen anreichern, indem man ihn für wenige Monate in einem speziellen Fass (z.B. Portwein, Sherry, Madeira usw.) für das sogenannte Finishing lagert. Der Single Malt nimmt dabei die Aromen des Fasses auf. Wie wird das Alter bestimmt? Das schottische Whisky-Gesetz besagt, dass ein Whisky mit Altersangabe keinen Whisky enthalten darf, der jünger als dieses Alter ist. Es darf aber durchaus älterer Whisky verwendet werden. Whisky reift übrigens nur im Fass – ist er erst einmal in eine Flasche abgefüllt worden, verändert er seinen Geschmack nicht mehr. Das Alter auf einem Etikett bezieht sich also ausschließlich auf die Dauer der Lagerung in einem Fass. Was sagt die Farbe über Whisky aus? Je älter ein Whisky ist, desto dunkler wird er, weil sich mit der Zeit immer mehr Farbstoffe aus den Holzplanken lösen. Allerdings kann man nicht von der Farbe auf Alter und Qualität schließen, da den meisten Whiskys Zuckerkulör, also braune Farbe aus Zucker, zugesetzt wird. Der Grund: Dunklerer Whisky verkauft sich besser. Übrigens: Nur in Deutschland muss der Hinweis „mit Zuckerkulör“ auf dem Etikett vermerkt sein. Direktimporte aus Großbritannien haben den Hinweis also nicht auf der Flasche – der Zuckerkulör ist aber trotzdem in der Flasche. Sind ältere Whiskys besser als jüngere? Whiskys, die eine längere Lagerzeit hinter sich haben, sind zwar meist geschmacklich intensiver und komplexer, als weniger lang gelagerte Malts, doch ob sie deswegen „besser“ sind, ist eine sehr subjektive Frage. Wie überall im Leben gilt: Der eigene Geschmack entscheidet! Dem einem mag der jüngere Single Malt einer Destillerie besser schmecken als der ältere, obwohl er wesentlich preiswerter ist – und umgekehrt. Was sind unabhängige Abfüllungen? Unabhängige Abfüllungen werden von Firmen angeboten, die sich darauf spezialisiert haben, Single Malts in geringer Menge und in Abfüllungen auf den Markt zu bringen, die über das Standardsortiment der direkt vom Hersteller angebotenen Varianten abweichen. In der Regel wird genau auf der Flasche beschrieben, wann der Malt destilliert und abgefüllt wurde. Manche haben sogar noch die Nummer des Originalfasses angegeben. Unabhängige Abfüllungen könne einen sehr interessanten, weil abweichenden Geschmack haben, sie sind aber deutlich teurer als die Standardabfüllungen. Bekannte Abfüller sind z.B. Signatory, Gordon & MacPhail Wie wird Whisky richtig verkostet? Beim Verkosten oder Tasting von Whisky gibt es drei verschiedene Kriterien, die man beachten muss: Der Geruch oder die Nase, der Geschmack mit dem Mundgefühl und der Abgang oder Nachklang. Zuerst einmal ist es wichtig, das richtige Glas zu verwenden, das die Aromen bündelt. Das ideale Glas ist ein spezielles leicht bauchiges Verkostungsglas, das in der Whiskyindustrie verwendet wird. Ein Cognacschwenker oder eine Sherry-Copita tun es aber auch. Nur mit einem entsprechenden Glas können sich die Aromen entfalten, die den Geruch eines Malts ausmachen. Wichtig ist außerdem, dass der Single Malt nicht zu kalt oder zu warm ist (die ideale Temperatur liegt bei ca. 15°C) und ihm kein Eis zugegeben wird. Die Aromen können sich in diesen Fällen nicht richtig entfalten. Nach dem Geruch kommt der eigentliche Geschmack, der bei jedem Single Malt anders ist. Das liegt an der Verteilung der ganz unterschiedlichen Aromen, die so verschiedene Geschmacksrichtungen entstehen lassen. Insgesamt wurden in Single Malt Whiskys über 300 verschiedene Aromen gefunden. Neben dem Geschmack ist ein weiteres Kriterium das Gefühl im Mund: Ist der Malt weich, wärmend oder eher scharf und aufdringlich? Nach dem Geschmack kommt der Abgang oder Nachklang eines Malts. Er kann z.B. langanhaltend oder eher kurz, süß oder kräftig sein und stark vom eigentlichen Geschmack abweichen. Wichtig beim Tasting ist nach der ersten Verkostung die Zugabe von Wasser. Über die richtige Menge Wasser wird unter Experten heftig gestritten. Manche Experten raten zu einer Verdünnung von lediglich 5 %, manche geben deutlich mehr Wasser dazu. Fest steht, dass ein wenig Wasser zusätzliche Aromen freisetzen kann, zuviel Wasser ertränkt aber den Whisky. Mit der Zugabe von Wasser können Malts ihren Geschmack stark verändern und deutlich komplexer werden. Manche Malts gewinnen durch die Zugabe von Wasser, manche verändern sich kaum und wenige verlieren an Geschmack. Nach jedem Verkostungsschritt werden die persönlichen Ergebnisse notiert. Wichtig: Jede Verkostung ist subjektiv, d.h. jeder kann einen Malt anders beurteilen und einen anderen Geschmack erkennen! Eine objektive Wahrheit gibt es nicht. | |||||
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